Eisklumpen zwischen den Zehen beim Hund: 3 Tipps zur sicheren Entfernung und Vorbeugung

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Eisklumpen zwischen den Zehen beim Hund sind ein weit verbreitetes Problem in den Wintermonaten, das vielen Hundehaltern Sorgen bereitet. Während der erste Schnee oft Freude und Spiel bei unseren vierbeinigen Freunden auslöst, können sich schnell schmerzhafte Eisklumpen zwischen den Zehen und Ballen bilden, die das Vergnügen trüben und ernsthafte Beschwerden verursachen. Dieses Phänomen, auch als „Aufstollen“ bekannt, tritt auf, wenn weicher Schnee durch die Körperwärme des Hundes leicht angeschmolzen wird und dann beim weiteren Laufen zu festem Eis gefriert. Besonders langhaarige Rassen oder Hunde mit viel Fell zwischen den Zehen sind anfällig dafür, da die Haare wie ein Klettverschluss wirken und die Eiskristalle optimal festhalten können. Die Folgen reichen von einfachem Unbehagen und Lahmheit bis hin zu ernsthaften Verletzungen wie Rissen, Entzündungen und sogar Erfrierungen. Eine umfassende Kenntnis der Ursachen, Präventionsmethoden und der richtigen Behandlung ist daher entscheidend, um die Pfoten unserer Hunde im Winter zu schützen und ihnen ein unbeschwertes Toben im Schnee zu ermöglichen.
Die Eisklumpen zwischen den Zehen beim Hund
Die Bildung von Eisklumpen zwischen den Zehen von Hunden ist ein natürlicher, aber unerwünschter Prozess, der primär in den Wintermonaten auftritt. Die Hauptursache liegt in der Kombination aus der Körperwärme des Hundes und der Beschaffenheit des Schnees. Wenn ein Hund durch Schnee läuft, schmilzt der Schnee, der mit seinen Pfoten in Berührung kommt, durch die leicht höhere Körpertemperatur minimal an. Dieser geschmolzene Schnee, der nun feucht ist, kühlt jedoch schnell wieder ab und friert zu festen Eisklumpen zusammen, sobald der Hund weiterläuft.
Besonders anfällig für dieses Problem sind Hunde mit langem Fell zwischen den Zehen. Diese Haare wirken wie kleine Ankerpunkte, an denen sich die Schneekristalle leicht festsetzen und akkumulieren können. Mit jedem Schritt wird mehr Schnee aufgenommen und komprimiert, wodurch die Eisklumpen immer größer und härter werden. Aber auch kurzhaarige Hunde sind nicht gänzlich immun, insbesondere wenn der Schnee sehr feucht und klebrig ist. Der Typ des Schnees spielt ebenfalls eine Rolle: Feuchter, klebriger Schnee neigt eher zur Bildung von Eisklumpen als trockener Pulverschnee. Kalte Temperaturen verstärken diesen Effekt, da der angeschmolzene Schnee schneller wieder gefriert.
Neben dem Schnee selbst tragen auch äußere Faktoren zur Problematik bei. Streusalz und Split, die auf Gehwegen ausgebracht werden, können die Situation verschärfen. Salz zieht Feuchtigkeit an und kann die Pfotenballen austrocknen und reizen, was die Bildung von Rissen begünstigt. In diesen Rissen können sich Eis und Schmutz noch leichter festsetzen. Zudem kann Streusalz die chemische Reaktion beschleunigen, die zur Eisbildung führt, und ist an sich eine Gefahr für die Hundepfoten.
Die Anatomie der Hundepfote ist zwar robust, aber auch empfindlich. Die Ballen sind zwar durch eine verdickte Hautschicht geschützt, aber die Haut zwischen den Zehen ist dünner und anfälliger für Reibung und Irritationen. Wenn sich Eisklumpen bilden, üben sie Druck auf diese empfindlichen Bereiche aus und können die natürliche Bewegung des Hundes beeinträchtigen, was zu Schmerzen und Lahmheit führt.
Gefahren und Risiken für die Hundepfoten
Eisklumpen zwischen den Zehen sind weit mehr als nur eine lästige Unannehmlichkeit für unsere Hunde. Sie bergen eine Reihe von gesundheitlichen Risiken, die von mildem Unbehagen bis zu ernsten Verletzungen reichen können. Das Hauptproblem ist der mechanische Druck und die Reibung, die die harten Eisklumpen auf die empfindliche Haut zwischen den Zehen und auf die Pfotenballen ausüben. Dieser ständige Druck kann zu Scheuerstellen, Hautirritationen und im schlimmsten Fall zu offenen Wunden führen.
Offene Wunden sind nicht nur schmerzhaft, sondern auch ein idealer Nährboden für Bakterien und können sich leicht entzünden. Eine Infektion der Pfote kann langwierig sein und erfordert oft tierärztliche Behandlung. Die Haut zwischen den Ballen, die von Natur aus dünner ist als die der Ballen selbst, ist besonders anfällig für Risse und Einrisse. Für Hautinfektionen und deren Behandlung lesen Sie auch diesen Leitfaden zu Hautinfektionen beim Hund.
Ein weiteres erhebliches Risiko ist die Gefahr von Erfrierungen. Obwohl Hunde eine spezielle Gegenstrom-Blutanordnung in ihren Pfoten haben, die hilft, Wärme zu speichern, können extreme Kälte, Nässe und Wind dennoch zu Erfrierungen führen. Die Pfoten gehören zu den am stärksten gefährdeten Körperteilen für Kälteschäden. Symptome einer Erfrierung können kalt, hart oder ledrig anfühlende Haut, bläuliche, rötliche oder blasse Verfärbungen sowie Schwellungen sein. Im schlimmsten Fall können rote Blasen und ernsthafte Infektionen auch Tage später auftreten.
Streusalz ist eine zusätzliche Gefahr, die die Situation verschärft. Es entzieht der Haut Feuchtigkeit, macht sie spröde und rissig. Dringt Salz in vorhandene Risse ein, kann dies zu starkem Brennen und Entzündungen führen. Das Ablecken der Pfoten nach einem Spaziergang auf gesalzenen Wegen kann außerdem zu Magen-Darm-Beschwerden oder sogar zu einer Salzvergiftung führen, die sich durch Erbrechen, Zittern und Desorientierung äußern kann. Bei Erbrechen oder Durchfall lesen Sie diesen umfassenden Leitfaden zu Durchfall beim Hund.
Darüber hinaus können Eisklumpen die natürliche Gangart des Hundes beeinträchtigen. Um den Schmerz zu vermeiden, können Hunde ihre Pfoten anders aufsetzen, was zu Fehlstellungen, Muskelverspannungen und sogar Gelenkproblemen im gesamten Bewegungsapparat führen kann. Ein humpelnder oder zögerlicher Hund im Schnee ist ein klares Zeichen dafür, dass die Pfoten Probleme bereiten.
Effektive Präventionsmaßnahmen vor dem Spaziergang

Die beste Methode, um die Gesundheit der Hundepfoten im Winter zu gewährleisten, ist eine konsequente und vorausschauende Prävention. Es gibt verschiedene Maßnahmen, die Hundehalter ergreifen können, um die Bildung von Eisklumpen zu minimieren und die Pfoten ihres Vierbeiners vor den Strapazen der kalten Jahreszeit zu schützen.
| Präventionsmaßnahme | Beschreibung | Vorteile |
|---|---|---|
| Fell zwischen den Zehen kürzen | Regelmäßiges Trimmen der Haare zwischen den Pfotenballen mit einer abgerundeten Schere oder einem elektrischen Haartrimmer. | Verhindert, dass sich Schnee und Eis festsetzen und Eisklumpen bilden. Reduziert Reibung und das Risiko von Hautirritationen. |
| Pfotenschutzcreme oder -balsam | Auftragen einer wasserabweisenden, fettreichen Creme (z.B. Hirschtalg, Melkfett, Bienenwachs, Kokosöl, spezielle Pfotensalben) vor dem Spaziergang. | Bildet eine Schutzbarriere gegen Kälte, Nässe, Streusalz und Eis. Hält die Ballen geschmeidig und reduziert die Anhaftung von Schnee. |
| Hundeschuhe oder Booties | Anziehen von speziellen Hundeschuhen für empfindliche Pfoten oder bei langen Spaziergängen auf gestreuten Wegen. | Bieten effektiven Schutz vor Streusalz, Split, scharfkantigem Eis und Erfrierungen. Halten die Pfoten warm und verhindern Eisklumpenbildung. |
| Geeignete Spazierwege wählen | Bevorzugung von Wald- und Feldwegen, die nicht gestreut sind, gegenüber gestreuten Bürgersteigen. | Minimiert den Kontakt mit aggressivem Streusalz und scharfkantigem Split. Reduziert das Risiko von chemischen Reizungen und Verletzungen. |
| Regelmäßige Pfotenkontrolle | Tägliche Überprüfung der Pfoten auf Risse, Reizungen, Fremdkörper oder Anzeichen von Problemen. | Ermöglicht das frühzeitige Erkennen und Behandeln von Problemen, bevor sie sich verschlimmern. |
Fellpflege
Eine der wichtigsten vorbeugenden Maßnahmen ist das regelmäßige Kürzen des Fells zwischen den Zehen und Ballen. Langes Fell in diesen Bereichen bietet eine ideale Angriffsfläche für Schnee, der sich dort festsetzen und zu schmerzhaften Eisklumpen gefrieren kann. Durch das Kürzen des Fells mit einer speziellen Pfotenschere mit abgerundeten Spitzen oder einem elektrischen Trimmer wird diese Angriffsfläche minimiert und die Eisbildung erheblich reduziert. Achten Sie darauf, das Fell nicht zu kurz zu schneiden, um die Schutzfunktion nicht vollständig aufzuheben. Im Zweifelsfall kann ein Hundefriseur oder Tierarzt diese Aufgabe professionell übernehmen. Eine umfassende Grooming-Checkliste für Erstbesitzer hilft Ihnen dabei, keine Pflegebereiche zu vergessen.
Schutzsalben und -wachse
Vor jedem Winterspaziergang ist es ratsam, die Pfoten Ihres Hundes mit einer schützenden Creme oder einem Balsam einzureiben. Produkte auf Basis von Hirschtalg, Bienenwachs, Kokosöl, Melkfett oder spezielle Pfotenschutzsalben bilden eine schützende Barriere auf den Pfotenballen. Diese Schicht hilft nicht nur, Feuchtigkeit und Streusalz abzuweisen, sondern hält die Ballen auch geschmeidig und verhindert, dass sich Schnee so leicht festsetzt. Es ist wichtig, parfümfreie Produkte zu verwenden und darauf zu achten, dass Ihr Hund die Creme nicht sofort ableckt, da bestimmte Inhaltsstoffe bei Verschlucken schädlich sein können. Das Einreiben sollte idealerweise kurz vor dem Verlassen des Hauses geschehen, damit der Balsam gut einziehen kann.
Hundeschuhe
Für Hunde mit besonders empfindlichen Pfoten, bei sehr aggressiven winterlichen Bedingungen oder bei langen Spaziergängen auf gestreuten Wegen können Hundeschuhe eine hervorragende Schutzmaßnahme sein. Sie bieten eine physische Barriere gegen Schnee, Eis, Streusalz und scharfkantigen Split und verhindern effektiv die Bildung von Eisklumpen. Es ist wichtig, dass die Schuhe gut sitzen und der Hund langsam daran gewöhnt wird. Nicht jeder Hund akzeptiert Hundeschuhe sofort, aber mit Geduld und positiver Verstärkung kann dies trainiert werden.
Routenplanung
Wählen Sie, wann immer möglich, Spazierwege, die nicht oder nur minimal mit Streusalz oder Split behandelt wurden. Waldwege oder ungestreute Feldwege sind oft sicherer und angenehmer für die Pfoten Ihres Hundes. Vermeiden Sie Bereiche, in denen sich viel Streusalz angesammelt hat, da dies die Pfoten reizen und das Risiko von Verletzungen erhöhen kann.
Behandlung und Entfernung von Eisklumpen
Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen kann es vorkommen, dass sich während eines Winterspaziergangs Eisklumpen zwischen den Zehen Ihres Hundes bilden. Es ist entscheidend, diese Klumpen schnell und schonend zu entfernen, um Schmerzen und mögliche Verletzungen zu vermeiden.
Sofortmaßnahmen unterwegs
Wenn Ihr Hund plötzlich anfängt zu hinken, eine Pfote hebt oder unruhig wird, sollten Sie sofort anhalten und die Pfoten kontrollieren.
- Beruhigen Sie Ihren Hund: Bringen Sie ihn an einen sicheren Ort und sprechen Sie beruhigend auf ihn ein.
- Warme Hände nutzen: Umschließen Sie die Eisklumpen vorsichtig mit Ihren warmen Händen. Die Körperwärme hilft, das Eis sanft anzuschmelzen.
- Vorsichtiges Herausstreichen: Sobald das Eis leicht angetaut ist, können Sie es behutsam mit den Fingern oder einem speziellen Pfotenschaber aus Plastik herausstreichen. Vermeiden Sie unbedingt scharfe Metallgegenstände wie Messer oder Schlüssel, da diese die empfindliche Haut zwischen den Ballen leicht verletzen können.
- Kein heißes Wasser: Spritzen Sie niemals heißes Wasser auf die Pfoten oder versuchen Sie, die Eisklumpen gewaltsam herauszuziehen. Dies kann dem Hund Schmerzen bereiten und zu Verletzungen führen.
- Lob und Belohnung: Loben Sie Ihren Hund für seine Geduld und setzen Sie den Spaziergang erst fort, wenn die Pfoten wieder frei von Eis sind.
Entfernung zu Hause
Nach dem Spaziergang ist eine gründliche Reinigung und Kontrolle der Pfoten unerlässlich, auch wenn sich keine offensichtlichen Eisklumpen gebildet haben.
- Lauwarmes Wasserbad: Stellen Sie die Pfoten Ihres Hundes in eine flache Schale mit lauwarmem Wasser. Das Wasser sollte nicht heiß sein, um Schock oder weitere Schäden zu vermeiden. Das lauwarme Wasser lässt verbleibende Eisreste und festgesetzten Schnee sanft schmelzen.
- Sanftes Ausspülen: Spülen Sie die Pfoten gründlich mit lauwarmem Wasser ab, um alle Reste von Schnee, Eis, Streusalz und Schmutz zu entfernen. Achten Sie dabei besonders auf die Zwischenräume der Zehen.
- Schneebesen-Trick: Ein kleiner Schneebesen kann ebenfalls effektiv sein, um festgesetzte Schneebobbel aus dem Fell zu kämmen, insbesondere bei langhaarigen Hunden. Dies funktioniert trocken und vermeidet, dass der Hund noch nasser wird.
Denken Sie daran, dass das sofortige Entfernen von Eis und das Reinigen der Pfoten nicht nur den Komfort Ihres Hundes verbessert, sondern auch das Risiko von weiteren Komplikationen wie Entzündungen und Wunden minimiert. Eine gute Routine in der Winterzeit ist der Schlüssel zur Pfotengesundheit.
Die richtige Nachsorge nach dem Winterspaziergang

Die Pflege der Hundepfoten endet nicht mit der Entfernung der Eisklumpen oder dem Ende des Spaziergangs. Eine sorgfältige Nachsorge ist ebenso wichtig, um die Pfoten gesund zu halten und langfristige Probleme zu vermeiden, besonders im Hinblick auf Streusalz und die allgemeine Belastung durch Kälte.
Gründliche Reinigung und Trocknung
Nach jedem Spaziergang im Schnee, insbesondere wenn Sie auf gestreuten Wegen unterwegs waren, sollten die Pfoten Ihres Hundes gründlich gereinigt werden. Am effektivsten ist ein kurzes Bad der Pfoten in lauwarmem Wasser. Das Wasser hilft nicht nur, letzte Reste von Schnee und Eis zu schmelzen, sondern spült auch Streusalz, Split und andere Chemikalien ab. Es ist von entscheidender Bedeutung, alle Salzreste zu entfernen, da diese die Haut austrocknen und reizen können und bei Ablecken zu Verdauungsproblemen führen können. Sollte Ihr Hund kein Freund von Pfotenbädern sein, kann auch ein feuchtes Tuch oder ein Waschlappen verwendet werden, um die Pfoten abzuwischen.
Nach der Reinigung müssen die Pfoten sorgfältig und vollständig abgetrocknet werden. Achten Sie dabei besonders auf die Zwischenräume der Zehen, da Restfeuchtigkeit hier zu Hautirritationen oder Pilzinfektionen führen kann. Ein weiches Handtuch ist ideal zum Abtupfen. Für die richtige Trocknung von langhaarigen Hunden lesen Sie auch diese Trocknungstechnik für langhaarige Hunde.
Pflegende Balsame und Kontrolle
Nachdem die Pfoten sauber und trocken sind, empfiehlt es sich, eine pflegende Pfotencreme oder einen Balsam aufzutragen. Produkte mit Inhaltsstoffen wie Hirschtalg, Ringelblume, Arnika, Bienenwachs, Wollwachs (Lanolin) oder Kokosöl helfen, die Haut geschmeidig zu halten, Risse zu heilen und die natürliche Schutzbarriere zu stärken. Diese Cremes versorgen die Ballen mit Feuchtigkeit und Nährstoffen, die durch Kälte und Streusalz verloren gehen können.
Nutzen Sie die Nachsorge auch für eine gründliche Inspektion der Pfoten. Überprüfen Sie jeden Ballen und jeden Zehenzwischenraum auf Risse, Schnitte, Rötungen, Schwellungen oder Fremdkörper. Eine Verfärbung des Fells zwischen den Zehen kann ein frühes Anzeichen für eine Reizung sein. Eine regelmäßige Kontrolle ermöglicht es Ihnen, Probleme frühzeitig zu erkennen und entsprechend zu handeln. Wenn Ihr Hund unter Juckreiz oder Hautirritationen leidet, lesen Sie diesen Leitfaden zu Juckreiz beim Hund.
Ein wichtiger Hinweis zur Verwendung von Melkfett und Vaseline: Obwohl oft empfohlen, enthalten diese Produkte häufig Mineralöle, die vom Hund nicht abgeleckt werden sollten. Hirschtalg oder Kokosöl sind hier oft die bessere Wahl. Vermeiden Sie auch Cremes mit Teebaumöl, da die darin enthaltenen Terpene und Phenole für Hunde giftig sein können. Bei Verdacht auf Allergien lesen Sie diesen Leitfaden zu Hundeallergien.
Durch diese konsequente Nachsorge können Sie sicherstellen, dass die Pfoten Ihres Hundes auch nach winterlichen Abenteuern gesund und widerstandsfähig bleiben.
Wann ein Tierarztbesuch unerlässlich ist
Obwohl viele Probleme mit Eisklumpen und winterbedingten Pfotenirritationen durch gute Prävention und sorgfältige Heimpflege gelindert werden können, gibt es Situationen, in denen die Konsultation eines Tierarztes unerlässlich ist. Es ist wichtig, die Anzeichen zu erkennen, die auf ernstere Probleme hindeuten, um schnelle und angemessene medizinische Hilfe zu gewährleisten.
Sie sollten umgehend einen Tierarzt aufsuchen, wenn Sie folgende Symptome oder Zustände bei Ihrem Hund bemerken:
- Anhaltende Lahmheit oder Schmerzen: Wenn Ihr Hund nach dem Entfernen der Eisklumpen weiterhin lahmt, eine Pfote schont oder offensichtlich Schmerzen hat, deutet dies auf eine tiefere Verletzung oder Entzündung hin.
- Tiefe Risse, Schnitte oder offene Wunden: Auch kleine Risse können sich schnell entzünden. Tiefe Schnitte oder offene Wunden an den Ballen oder zwischen den Zehen erfordern eine professionelle Reinigung und möglicherweise eine antibiotische Behandlung.
- Starke Rötungen, Schwellungen oder Eiterbildung: Diese sind klassische Anzeichen einer Infektion oder Entzündung. Unbehandelt können solche Infektionen sich ausbreiten und schwerwiegende Folgen haben.
- Anzeichen von Erfrierungen: Wenn die Pfotenballen oder Zehen blass, bläulich oder grau erscheinen, sich hart oder ledrig anfühlen und der Hund möglicherweise keine Schmerzen empfindet (was bei Erfrierungen im ersten Stadium vorkommen kann), ist dies ein Notfall. Bei Verdacht auf Erfrierungen sollte das betroffene Gewebe niemals gerieben werden, sondern langsam mit lauwarmem Wasser erwärmt und umgehend ein Tierarzt aufgesucht werden, um bleibende Gewebeschäden zu verhindern.
- Blutungen: Jede Form von Blutungen an den Pfoten, sei es aus einem Riss, einer Wunde oder um die Krallen herum, sollte tierärztlich abgeklärt werden, um die Ursache zu ermitteln und eine korrekte Behandlung zu gewährleisten.
- Ständiges Lecken oder Knabbern an den Pfoten: Übermäßiges Lecken kann ein Zeichen für Schmerzen, Juckreiz, Reizungen oder eine zugrunde liegende allergische Hauterkrankung sein, die nicht saisonal bedingt ist. Es kann die Situation verschlimmern und eine Infektion fördern.
- Symptome einer Salzvergiftung: Wenn Ihr Hund nach dem Spaziergang Erbrechen, Zittern, Desorientierung oder Krampfanfälle zeigt, könnte dies auf eine Salzvergiftung hindeuten, die einen sofortigen Tierarztbesuch erfordert.
Ein Tierarzt kann die genaue Ursache der Beschwerden diagnostizieren, eine angemessene Behandlung einleiten und gegebenenfalls Medikamente wie Schmerzmittel oder Antibiotika verschreiben. Bei Erfrierungen ist schnelles Handeln entscheidend, um Gewebeschäden zu minimieren. Zögern Sie nicht, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, denn die Pfotengesundheit ist entscheidend für das Wohlbefinden und die Mobilität Ihres Hundes. Für die richtige Pflege von Hunden mit doppeltem Fell im Winter lesen Sie auch diesen Leitfaden zur Pflege eines doppelt beschichteten Hundes.
Fazit
Die Winterzeit ist für viele Hunde eine Quelle der Freude und des Spiels im Schnee, birgt aber auch spezifische Herausforderungen für ihre empfindlichen Pfoten. Eisklumpen zwischen den Zehen sind ein häufiges Problem, das von leichtem Unbehagen bis zu ernsthaften Verletzungen wie Rissen, Entzündungen und sogar Erfrierungen führen kann. Doch mit dem richtigen Wissen und einer proaktiven Herangehensweise können Hundehalter ihre Vierbeiner effektiv schützen.
Die Schlüssel zur Pfotengesundheit im Winter liegen in einer Kombination aus präventiven Maßnahmen und sorgfältiger Nachsorge. Das regelmäßige Kürzen des Fells zwischen den Zehen minimiert die Angriffsfläche für Schnee und Eis. Das Auftragen von schützenden Pfotenbalsamen oder -cremes vor dem Spaziergang schafft eine Barriere gegen Kälte, Nässe und das aggressive Streusalz. Bei besonders sensiblen Pfoten oder extremen Bedingungen können Hundeschuhe einen unverzichtbaren Schutz bieten. Nach jedem Ausflug ist eine gründliche Reinigung der Pfoten mit lauwarmem Wasser essenziell, um Salz, Schmutz und Eisreste zu entfernen, gefolgt von einer pflegenden Behandlung und einer visuellen Kontrolle auf mögliche Verletzungen.
Es ist wichtig, stets auf die Signale Ihres Hundes zu achten. Lahmheit, übermäßiges Lecken oder sichtbare Wunden sind Warnzeichen, die nicht ignoriert werden sollten. In solchen Fällen ist der Gang zum Tierarzt unerlässlich, um Schlimmeres zu verhindern und eine schnelle Genesung zu gewährleisten.
Indem wir diese Ratschläge beherzigen, können wir dazu beitragen, dass unsere Hunde die winterliche Landschaft ohne Schmerzen und gesundheitliche Risiken genießen können. Eine umfassende und kontinuierliche Pflege sorgt dafür, dass die Pfoten unserer treuen Begleiter auch in der kältesten Jahreszeit robust und belastbar bleiben. Für weitere Informationen zur allgemeinen Gesundheit und Pflege von Hunden im Winter können Sie sich an den Deutschen Tierschutzbund wenden, der vertrauenswürdige Informationen und Ressourcen bietet.
Für eine ausgewogene Ernährung, die auch im Winter die Gesundheit Ihres Hundes unterstützt, lesen Sie diese 10 essentiellen Tipps zur Hundeernährung. Bei Hunden mit empfindlichem Magen ist dieses Trockenfutter für empfindliche Mägen eine gute Wahl. Und für die richtige Erziehung Ihres Welpen im Winter lesen Sie diese einfachen Kommandos für Welpen.